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Archiv für September, 2005

Freitag, 30 September 2005 Von admin | Keine Kommentare

Evangelische Johanneskirchengemeinde setzt auf “Spendionäre” und gründet Förderkreis

Der Klingelbeutel reicht nicht, kirchliche Mäzene sind gefragt: Die evangelische Johanneskirchengemeinde setzt auf Spender. Ein neu gegründeter Förderkreis warb am Pfarrfest mit “Wer wird Spendionär?” um Mitglieder. Wer war der Bruder des Kain? Und wie alt ist die Binger Basilika? Vier Kandidaten mit ihren prominenten Paten rangen am Pfarrfest der Johanneskirchengemeinde um Antworten, Punkte und Geld. Das Jauch´sche-Prinzip zog. 400 Euro landeten im Topf. “Mit dem Spiel haben wir für unseren neuen Förderkreis geworben”, sagt Gemeindepfarrer Olliver Zobel. Seit August arbeitet der Kirchenvorstand an einem neuen finanziellen Standbein der agilen Binger Gemeinde. Denn: Die Einnahmen aus der Kirchensteuer sinken seit Jahren. Und auf unregelmäßig einlaufende Spenden ist kein Verlass.

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Freitag, 30 September 2005 Von admin | Keine Kommentare

Stiftung Solidarität: Heiner Geißler und Ottmar Schreiner ausgezeichnet

?Des Menschen Würde ist in eure Hand gegeben.? (Friedrich Schiller) So lautete das Motto der Stiftung Solidarität bei der Vergabe des Regine-Hildebrandt-Preises für Solidarität bei Arbeitslosigkeit und Armut im Schillerjahr. Aus den fast 200 Bewerbungen fiel die Wahl des Kuratoriums auf Dr. Heiner Geißler und Ottmar Schreiner, MdB. Der Preis ist mit insgesamt 20.000 dotiert und kommt gemeinnützigen Einrichtungen nach Wahl der Preisträger zugute. Die öffentliche Preisverleihung findet am Freitag, dem 28. Oktober 2005 im Neuen Bielefelder Rathaus (Großer Sitzungssaal) um 14.00 Uhr statt. Die Laudatio hält Bundesarbeitsminister a. D. Dr. Norbert Blüm.

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Freitag, 30 September 2005 Von admin | Keine Kommentare

Gründung ostdeutscher Bürgerstiftungen boomt

Sie haben es nicht leicht. Bürgerstiftungen, die vor allem in den neuen deutschen Ländern Demokratiekultur fördern und Menschen zu Mitmenschlichkeit anstiften wollen. Eine ausgeprägte Spenderkultur gibt es aber noch nicht. Deshalb ist Erfindergeist gefragt – zum Beispiel der Verkauf von ‘Schillerlocken’ durch die Bürgerstiftung in Weimar. Am 1. Oktober 2005 findet zum dritten Mal der bundesweite Tag der Bürgerstiftungen in Deutschland statt. In vielen ostdeutschen Städten machen regionale Initiativen und Projekte auf den zivilgesellschaftlichen, dynamisch wachsenden Stiftungstyp aufmerksam. In Ostdeutschland haben sich seit 1998 bereits 20 Bürgerstiftungen gegründet. Viele ostdeutsche Bürger und Kommunen setzen auf Bürgerstiftungen, um die Zukunftsfähigkeit Ihrer Kommune zu sichern. Aktuell wird in neun ostdeutschen Städten die Gründung von Bürgerstiftungen vorbereitet, darunter Neukölln (Berlin), Rügen (Mecklenburg-Vorpommern), Sangerhausen (Sachsen-Anhalt), Potsdam (Brandenburg), Aue (Sachsen) und Erfurt (Thüringen).

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Freitag, 30 September 2005 Von admin | Keine Kommentare

Wettbewerb für beste christliche Websites eröffnet.

Petri Heil für den EKD-Internet-Award “WebFish 2006″ der evangelischen Kirche. Zum zehnten Mal können christliche Onlineangebote sich die Auszeichnung an Land ziehen. Prämiert werden die besten Internet-Seiten in deutscher oder englischer Sprache, die den christlichen Glauben aktuell und kreativ umsetzen. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) veranstalten gemeinsam diesen Wettbewerb.

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Donnerstag, 29 September 2005 Von admin | Keine Kommentare

Wie sozial können Unternehmen sein?

Die Konzerne stehen am Pranger. Viele reagieren auf den Druck und bekennen sich zur “Corporate Social Responsibility”, zur gesellschaftlichen Verantwortung. Nur eine Beruhigungspille für die Öffentlichkeit? Oder breitet sich tatsächlich ein neues Denken in den Chefetagen aus? manager magazin hat mit Topmanagern diskutiert.

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Donnerstag, 29 September 2005 Von admin | Keine Kommentare

Rezension: Gesellschaftliches Engagement: Verschiedene Modelle der “Corporate Social Responsibility” in Europa

Unternehmen haben sich in Deutschland immer schon gesellschaftlich engagiert, und der Mittelstand mit seinen inhabergeführten Unternehmen tut sich heute noch besonders hervor. Später kam das ökologische Engagement hinzu – irgendwo zwischen Feigenblattmentalität und pionierhafter Hinwendung. Andere Länder hatten zwar andere Sitten, aber im Prinzip galt doch, daß soziales Engagement nicht im verborgenen geschehen sollte: Wer Gutes tut, darf ohne weiteres darüber reden. Zum Glück gibt es wache Köpfe in der Europäischen Union. Die Europäische Kommission in Brüssel hat sich für “Corporate Social Responsibility” (CSR) entschieden und gleich eine Definition mitgeliefert. Ihre Eckpunkte sind, daß CSR freiwilliger Natur ist, von der Verantwortung gegenüber den Stakeholdern getrieben wird und nicht bloß ein Nachgedanke der Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens ist, sondern vielmehr in dessen Geschäftsprozesse integriert wird. Damit ist CSR auf der Europäischen Agenda angekommen.

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Donnerstag, 29 September 2005 Von admin | Keine Kommentare

Unternehmen zeigen Verantwortung. Immer häufiger stellen sie ihre Führungskräfte für Dienste in Hilfseinrichtungen ab

Das Engagement von Managern in Hospizen und Kliniken hat mit Gutmenschentum nichts zu tun. Der Rollentausch öffnet neue Perspektiven. Ein sonniger Donnerstag- morgen in Bochum. Vor dem idyllischen Altbau des St.-Josef-Hospitals plätschert ein Brunnen, rote Geranien leuchten an den Balkonen unterm Giebeldach. Irmtraud Venker-Koebel hat für all das keinen Blick. Die blonde Frau mit dem schwarzen Rucksack hastet direkt zum Aufzug, heftet sich an die Fersen eines jungen Mannes in blauem T-Shirt und Jeans. Ihr gemeinsames Ziel: fünfte Etage, Aids-Station. Dort haben die beiden ein gedrängtes Programm vor sich: Stationsfrühstück, Patientengespräche, Angehörigenberatung. Drei Stunden später kommt die Mittvierzigerin sichtlich mitgenommen in die Teeküche, schüttet sich einen Kaffee ein, stöhnt: ?Jetzt brauch ich erst mal eine Zigarette.?

Diesen Stress tut sich Venker-Koebel freiwillig an. Denn normalerweise arbeitet die gelernte Groß- und Außenhandelskauffrau als Abteilungsleiterin bei der Deutschen BP. Für eine Woche hat die Managerin ihren Bürojob gegen das Sozialpraktikum bei der Aids-Hilfe Bochum eingetauscht, ?um in der ganzen Alltagsarbeit wieder den Blick für das Wesentliche zu bekommen?, wie sie sagt. Möglich wird der Rollentausch durch die Initiative ?Seitenwechsel?, ein bundesweites Programm, bei dem Führungskräfte für eine Woche den Chefsessel gegen eine Mitarbeit in Hospiz, Klinik, Frauenhaus & Co. eintauschen.

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Donnerstag, 29 September 2005 Von admin | Keine Kommentare

Spendenrat fordert Steuervorteile für ehrenamtliche Arbeit

Die Flutkatastrophe in Südasien hat nach Angaben des Deutschen Spendenrates die bislang höchste Spendenbereitschaft in der Geschichte der Bundesrepublik ausgelöst. Allein im Dezember und Januar gingen bei den Hilfsorganisationen mehr als eine Milliarde Euro ein, wie der Verein am Dienstag in Berlin mitteilte. Von Juli 2004 bis Juni 2005 seien in Deutschland insgesamt 2,6 Milliarden Euro gespendet worden. Zudem seien 3,3 Milliarden Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet worden. Um diese unverzichtbaren Tätigkeiten zu fördern, sei eine steuerliche Berücksichtigung ähnlich wie bei Geldspenden nötig. In der “Bilanz des Helfens” wurde den Angaben zufolge auch erstmals die Bereitschaft untersucht, gemeinnützige Organisationen im Testament zu bedenken. Lediglich 10,2 Prozent der Befragten konnten sich demnach vorstellen, ihr gesamtes oder einen Teil des Vermögens für einen guten Zweck zu vererben. 13,5 Prozent waren sich unsicher, über 76 Prozent lehnten es kategorisch ab. Haas zeigte sich von dieser mehrheitlichen Ablehnung überrascht und kündigte weitere Untersuchungen an. Schließlich sei der Bereich der Erbschaften ein “großer Markt” für spendensammelnde Organisationen.

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Donnerstag, 29 September 2005 Von admin | Keine Kommentare

Fundraising-Umfrage: Deutsche gaben 2,6 Milliarden Euro in zwölf Monaten

Die Deutschen haben von Juli 2004 bis Juni 2005 rund 2,6 Milliarden Euro gespendet. Jeder vierte Bundesbürger gab in diesem Zeitraum durchschnittlich vier bis fünf Mal Geld für einen wohltätigen Zweck. Damit sei die Spendenbereitschaft so hoch wie noch nie, sagte der Vorsitzende des Deutschen Spendenrats, Willi Hass, bei der Vorstellung der ersten «Bilanz des Helfens». Die mit Mitteln der Marktforschung erfassten Daten belegten zudem, dass sich jeder zweite Bundesbürger ehrenamtlich engagiert. Für die Erhebung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) wurden 10.000 Personen ab 10 Jahren über einen Zeitraum von zwölf Monaten befragt. Danach lag die durchschnittliche Spende bei 33,16 Euro. Der weitaus größte Teil des Geldes ging mit 84,5 Prozent an die humanitäre Hilfe. Weitaus weniger bekamen Organisationen aus Kultur und Denkmalpflege (4,8 Prozent), Umweltschutz (2,8 Prozent) und Tierschutz (2,1 Prozent).

Ursache für das hohe Spendenaufkommen für Hilfsorganisationen sei vor allem die Tsunami-Katastrophe, betonte Haas. Mit 602 Millionen Euro im Dezember 2004 und 526 Millionen Euro im Januar 2005 seien allein in diesen beiden Monaten mehr als 1,1 Milliarden Euro gespendet worden. Besonders spendenfreudig zeigten sich dabei Kinder. Mit 5,8 Millionen Euro gaben Jungen und Mädchen bis 15 Jahre im Januar fast zweitausendmal so viel wie in anderen Monaten.

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Donnerstag, 29 September 2005 Von admin | Keine Kommentare

Charity-Auktion: Königliche Elefanten unter dem Hammer

Etwa tausend Elefantenplastiken aus der Sammlung von Prinz Bernhard kommen am Sonntag zugunsten von WWF-Projekten auf der Insel Borneo unter den Hammer. Die vom britischen Auktionshaus Sotheby?s durchgeführte Versteigerung findet im Palast ?Het Loo? im niederländischen Apeldoorn statt. Es werden etwa 1.000 Interessenten erwartet. Ein ungewöhnliches Erlebnis in Afrika machte den Elefanten zum Lieblingstier des WWF-Gründungspräsidenten Prinz Bernhard und begründete seine Sammelleidenschaft. Aus einem Jeep heraus schaute der Prinz einem wilden Dickhäuter aus wenigen Metern Distanz zwei Stunden in die Augen und konnte ihn dann sogar anfassen.

50 Jahre lang sammelte Prinz Bernhard die Elefanten in allen Farben und Größen, vom hochwertigen Kunstprodukt bis zu touristischer Massenware. Der Großteil der Sammlung wird nun versteigert. Nur einige wenige Plastiken bleiben als Erinnerung an den Prinzen im Familienbesitz. Besonders erfreut zeigt sich der WWF über eine Spende von Königin Beatrix. Sie stiftete für die Auktion einen Elefanten, den ihr Vater Prinz Bernhard geschenkt hatte. Dieser Elefant wird vermutlich einen der höchsten Preise erzielen.

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