Die Deutschen spenden wieder mehr. Im ersten Halbjahr 2007 wurden insgesamt 843 Millionen Euro gespendet, 70 Millionen Euro (9,1 Prozent) mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, sagte die Geschäftsführerin des Deutschen Spendenrats, Daniela Felser, am heutigen Dienstag. Ab März 2007 seien die Einnahmen sogar höher ausgefallen als im «Boomjahr» 2005 mit dem Tsunami-Effekt, hieß es bei der Vorstellung des Berichts «Bilanz des Helfens».
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Stiftungslehrstühle ermöglichen Spitzenforschung, die sich Hochschulen sonst nicht leisten könnten. Die Geldgeber polieren damit ihren Ruf mitbestimmen dürfen sie jedoch nur das Forschungsfeld. Geld aus der Wirtschaft zur Finanzierung von Forschung und Lehre ist auch an deutschen Unis inzwischen sehr willkommen. Wer weltweit im Wettbewerb um die besten Köpfe mitbieten will, ist auf private Unterstützung angewiesen. Nach einer Schätzung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft gibt es hierzulande rund 450 gestiftete Lehrstühle. Firmen stellen dafür gehörige Summen zur Verfügung: Eine medizinische Stiftungsprofessur beispielsweise mit einem Lehrstuhlinhaber, Mitarbeitern, Geräten und Labor kostet im Jahr mindestens 250.000 Euro.
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Jede Woche eine neue Bürgerstiftung schlagzeilt die “Aktive Bürgerschaft e.V” und präsentiert ihren neuen Länderspiegel Bürgerstiftungen. Und ihr Gesamtvermögen wuchs um 40%! Die Entwicklung der Bürgerstiftungen in Deutschland hat ihren bisherigen Höhepunkt erreicht. In jeder Arbeitswoche wurde innerhalb des letzten Jahres im Schnitt eine neue Bürgerstiftung gegründet, damit gab es 46 Neugründungen in 2006. Insgesamt sind in mehr als 196 Städten, Gemeinden und Regionen Bürgerstiftungen aktiv (Stichtag 31.08.2007). Das sind fast doppelt so viele wie vor drei Jahren, fast viermal so viele wie noch vor fünf Jahren. Zu diesen Ergebnissen kommt die Aktive Bürgerschaft in ihrem “Länderspiegel Bürgerstiftungen”, den sie zum “Tag der Bürgerstiftungen” am 1. Oktober 2007 vorlegt.
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Die Universität Erlangen-Nürnberg gehört zu den erfolgreichsten Spendensammlern unter den deutschen Universitäten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). Das CHE hatte 227 Universitäten und Fachhochschulen nach ihren Einnahmen aus Spenden und Stiftungen im Jahr 2006 befragt. Insgesamt nahmen 94 Hochschulen an der Umfrage teil. Mit mehr als 6,4 Millionen Euro gehört die Uni Erlangen-Nürnberg zur Spitzengruppe der sieben deutschen Universitäten, die auf Einnahmen von mehr als fünf Millionen Euro verweisen können. Zu ihnen zählen außerdem die Universitäten Heidelberg und Mannheim, die TU München sowie die privaten Universitäten EBS Oestrich-Winkel, die Jacobs University Bremen und Universität Witten-Herdecke. Jüngste Beispiele des Mäzenatentums an der Universität Erlangen-Nürnberg sind die Errichtung der Professor Klaus Riedle- und der Dr. Jutta Feldmeier-Stiftung sowie die Vergabe des mit 100.000 Euro dotierten “Xue Hong und Hans-Georg Geis Stiftungspreises zur Förderung von Forschungsvorhaben in der Medizin”. Mit der großzügigen Unterstützung von Unternehmen und Stiftungen konnte die Universität in den vergangenen Jahren zum Beispiel auch notwendige Renovierungen ausführen, wie die des easyCredit-Hörssals (gefördert von der TeamBank) und des GfK-Hörsaals oder des Hermann-Gutmann-Hörsaals (Gutmann-Stiftung).
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Die Sieger des Medienpreises der Freien Wohlfahrtspflege für soziale Berichterstattung stehen fest. Für ihre herausragenden Arbeiten zur sozialen Lebenswirklichkeit in Deutschland wählte die Jury folgende Beiträge für den Deutschen Sozialpreis 2007 aus: In der Sparte Print:
Andreas Bernard, Jonathan Fischer, Kerstin Greiner, Meredith Haaf,, Johannes Waechter: “Gefahrenzone”, Süddeutsche Zeitung Magazin, 29.09.2006
In diesem Erfahrungsbericht schildern dunkelhäutige Menschen ihr Leben in den ostdeutschen Bundesländern. Diese Zusammenstellung von Interviews veranschaulicht auf eindringliche Weise den alltäglichen Rassismus und die Überlebensstrategien der Betroffenen.
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Ulrike Folkerts erhält den Courage-Preis 2007. Die besonders als Tatort-Kommissarin Lena Odenthal bekannte Schauspielerin wird damit für ihr breites soziales Engagement geehrt. Am 21. September 2007 wird sie den mit 5.000 Euro dotierten Preis im Schloss von Bad Iburg bei Osnabrück entgegen nehmen. Bereits seit mehreren Jahren setzt sich Folkerts im Rahmen des Aktionsbündnisses Landmine.de für ein Verbot von Landminen aller Art ein. Darüber hinaus engagiert sie sich für Menschen mit Down-Syndrom. Besonders wird Folkerts jedoch als Botschafterin für “burundikids e.V.” ausgezeichnet. Mit dieser Tätigkeit unterstützt sie den Bau einer Schule für Straßenkinder und ehemalige Kindersoldaten in Burundi. Folkerts erhielt bereits im Juni das Bundesverdienstkreuz aus den Händen des Bundespräsidenten Horst Köhler als Auszeichnung für ihr soziales Engagement.
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Die Christoffel Blindenmission hat sich ein neues Erscheinungsbild verpasst. Weil die internationalen Partner Schwierigkeiten bei der Ausprache von “Christoffel” hatten, heißt das Hilfswerk jetzt kurz cbm. Und auch der neue Slogan kann in alle Sprachen übersetzt werden: “Gemeinsam mehr erreichen.”
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Der Paritätische präsentiert sich mit einem neuen
Corporate Design. Das offizielle Logo des Wohlfahrtsverbandes ist
jetzt ein rotes Gleichheitszeichen in einem offenen blauen Rahmen. “Dieses Signet symbolisiert hervorragend den Grundgedanken der
Parität”, sagte Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider bei der
Vorstellung des neuen Corporate Design in Berlin. “Es steht für die
Gleichwertigkeit von Ungleichem, für das Recht auf gleichen Respekt
und gleiche Chancen.” Dieser Gedanke bewog die Verbandsgremien, nach
mehr als vier Jahrzehnten Abschied vom alten Verbandslogo zu nehmen.
Dessen blaue Rautenstruktur war abgeleitet von der Abkürzung VWV, die
auf die historische Bezeichnung “Fünfter Wohlfahrtsverband” Bezug
nahm. Unter diesem Namen firmierte der Verband nach seiner Gründung
vor 83 Jahren, bis er 1932 in “Deutscher Paritätischer
Wohlfahrtsverband” umbenannt wurde.
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Die zunehmende Verbreitung von Corporate Blogs gibt dem Begriff Dialog im Marketing eine neue Bedeutung: Gespräche anstoßen, Offenheit und Kritik zulassen wird in der neuen Web-2.o-Kultur zur Schlüsselkompetenz. Rund 5o neue Blogs suchen jeden Monat ihren Platz im Netz, doch die meisten werden kaum gelesen, nie kommentiert und viele nach kurzer Zeit wieder eingestellt – mangels Resonanz. Was Unternehmens-Blogs erfolgreich macht, wurde deshalb im Stammland des Weblogs, an der US-amerikanischen Northeastern University systematisch erforscht. Zusammen mit der Agentur Backbone Media Inc. suchte Dr. Walter Carl, Assistant Professor im Department of Communication der Northeastern-University und Mitglied des Advisory Board für die Word-of-Mouth Marketing Association, in seiner Klasse für Advanced Organizational Communication 2006 nach Kriterien für sinnvolles, kommerzielles Bloggen: Heraus kamen nicht nur fünf nachvollziehbare Erfolgsfaktoren, sondern auch konkrete Anregungen für Unternehmen, die vor der Frage stehen: bloggen oder nicht-bloggen? ?Bloggen wird zum Modell für Dialog werden, weil der subjektive Dialog immer mehr Glaubwürdigkeit gewinnt”, prognostiziert Jörg Jelden vom Hamburger Trendbüro. Das gelte nicht nur im Vergleich mit der Werbung, sondern selbst für die klassischen Medien. Der US-Studie zufolge ist der Erfolg eines Corporate Blogs eine Frage der Unternehmenskultur, von Transparenz, Zeit, Dialogbereitschaft und Unterhaltungspotenzial.
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Man könnte auch sagen: Die Erbschaftsteuer ist vor allem eine gefühlte Steuer. Vier Milliarden Euro wirft sie im Jahr ab. Bei Erbschaften von 150 Milliarden Euro im Jahr entspricht dies einer Belastung von 2,5 Prozent. Mit einem Erbschaftsteueranteil am Bruttoinlandsprodukt von 0,18 Prozent und einem Anteil von 0,5 Prozent am gesamten Steuer- und Abgabenaufkommen unterbietet Deutschland die USA, Frankreich und die Niederlande um Längen. Besonders billig kommen die Unternehmen davon – was auch die Wirtschaftsweisen monieren. “Auch unter Standortaspekten ist die Reform der Erbschaftsbesteuerung nicht vordringlich”, lautet ihre Analyse. “Eine weitere Begünstigung des Betriebsvermögens gegenüber anderen Vermögensanlagen” ist aus ihrer Sicht nicht zu rechtfertigen. Die geplanten Erleichterungen bezeichnen sie als “unnötige Steuersenkungen”. Das hält die große Koalition nicht davon ab, weiter nach Nachlässen für Betriebserben zu suchen. Das ist nicht so einfach, weil die Steuerlast schon heute kaum ins Gewicht fällt. Bis Mitte Oktober soll dieses Kunststück gelingen, versicherte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) am Donnerstag.
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