Seit knapp 20 Jahren lebt Uwe Schneider auf der Straße. Von der rasenden Entwicklung des Internets hat der 44-Jährige dort kaum etwas mitbekommen. Trotzdem sind es die Strukturen des World Wide Web, die ihm jetzt scharenweise Unterstützer verschaffen – und vielleicht sogar seinen Traum von einem Nachtcafé für Obdachlose verwirklichen helfen Im angloamerikanischen Raum spielt das “Online-Volunteering” bereits eine große Rolle: Freiwillige bauen für gemeinnützige Organisationen Webseiten oder beraten sie, wie sie Social Media einsetzen können. Die “Blogpaten” aus Deutschland nutzen dieses Prinzip: Sie laden Netz-Neulinge mit ihren Themen als Gastblogger ein und organisieren Paten, die technisches Grundwissen vermitteln. “Wie hilfsbereit die Internetgemeinde ist, zeigt sich in den Technik-Foren: Dort bekommt man innerhalb von Minuten kostenlose Antworten auf seine Fragen. Dieses Prinzip versuchen wir auf soziale Dinge zu übertragen”, sagt Mitbegründerin Ina Müller-Schmoss.
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“Italien wird nicht als bedürftiges Land wahrgenommen” , sagt Florian Bittner vom Institut für Spendenwesen. Deshalb sei es für viele Menschen nicht nachvollziehbar, warum sie für die Erdbebenopfer Geld spenden sollten. Obwohl die geografische Nähe zu einer Naturkatastrophe die Spendenbereitschaft prinzipiell erhöhe.
Studien haben gezeigt, dass die Spendenbereitschaft maßgeblich von der Berichterstattung in den Medien abhängt. Bittner: “Und da hat Italien einen ganz schweren Stand.” Denn im Zuge des aktuellen Erdbebens wurde auch wieder darüber berichtet, wie die Camorra 1980 nach dem Erdbeben in Kampanien und Apulien die Hälfte der staatlichen Hilfsgelder abgezweigt hatte.
Emotionaler Zugang
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Theaterpädagogische Projekte in ganz Deutschland haben die Chance auf insgesamt 100.000 Euro Fördergelder der Hamburg-Mannheimer-Stiftung: Jugend & Zukunft. Nur noch knapp zwei Monate läuft die Ausschreibung des Nationalen Förderpreises 2009 unter dem Motto ?Theater bewegt?. Sprech-, Tanz- oder Musiktheater von, mit oder für Kinder(n) und Jugendliche(n) können ihre Bewerbung noch bis zum 31. Mai 2009 einreichen. Eine Fachjury nominiert anschließend 11 Projekte, von denen die drei Erstplatzierten insgesamt 60.000 Euro erhalten. Alle Unterlagen und Informationen sind unter www.hamburg-mannheimer-stiftung.de erhältlich.
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070 kreative Ideen wurden bei ?Anstiften! 50 Impulse für Hamburg? eingereicht. ?Diese Resonanz ist unglaublich! Sie zeigt, wie sehr die Hamburgerinnen und Hamburger bereit sind, sich für ihre Stadt und ihre Mitmenschen einzusetzen, ehrenamtlich und freiwillig?, freut sich Christian Wriedt, Vorstandsvorsitzender der Körber-Stiftung.
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Privatleute sind in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise großzügiger mit Spenden als Unternehmen. «Viele Firmen betreiben derzeit überhaupt kein Sponsoring oder haben ihre Budgets stark zusammengestrichen. Wir gehen von Rückgängen von 50 Prozent aus», sagte der stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Fundraising Verbandes, Thomas Röhr, am Freitag in Fulda zum Abschluss einer Fachtagung von Spendensammlern. Private Einzelspender führten ihr Spenden-Engagement weitgehend fort. «Die Krise ist da noch nicht spürbar. Viele denken: Gerade in der Krise können die Empfänger das Geld doch gut gebrauchen – wir bleiben bei der Stange.»
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Das Spendenjahr 2008 war trotz Negativmeldungen aus dem Finanzsektor geprägt von einer positiven Grundstimmung, wie der Spendenmonitor des Forschungsinstituts gfs-zürich ergeben hat. Der Anteil der spendenden Haushalte ging zwar leicht zurück, dafür wurde mehr gespendet. Gleichzeitig hat sich das Image der gemeinnützigen Organisationen deutlich verbessert Das geschätzte Spendenvolumen 2008 der Schweizer Privathaushalte (ohne Legate und Grossspender) sei von 700 Millionen auf 830 Millionen Schweizer Franken gestiegen und liege nun wieder auf dem Niveau der Jahre 2002 bis 2004, heisst es in einer Pressemitteilung von gfs-zürich. Nachdem vor einem Jahr ein Rückgang der Privatspenden festgestellt worden sei, sei die durchschnittliche Spendensumme pro Haushalt wieder angestiegen und liege 2008 wieder auf ähnlicher Höhe wie in früheren Jahren. Ein Haushalt spendete durchschnittlich rund 450 Schweizer Franken (2007: 355 CHF).
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Beim Spendensammeln sollten Kirchengemeinden neue Wege gehen. Dazu ermutigt der Bochumer Pfarrer und Fundraisingtrainer Frank Weyen. Aufgrund des zu erwartenden Kirchensteuerrückgangs – vor allem wegen der Rezession und des Bevölkerungsschwundes – sollte Fundraising bis 2030 bis zu 20 Prozent des Haushalts einer Kirchengemeinde ausmachen. Gemeinden müssten kreativ werden. Sie sollten potentielle Spender nicht mit hohen Summen abschrecken. ?Es hört sich natürlich erschreckend an, wenn wir erfahren: Für die Renovierung des Kirchendachs fehlen der Gemeinde 50.000 Euro?, so der 43-Jährige. ?Aber es klingt doch gleich ganz anders, wenn ich sage: Ein Dachziegel kostet 1,42 Euro – und er kann symbolisch gekauft werden.? Die große Menge der Menschen gebe eher kleinere Beträge bis zu 50 Euro. Größere Summen oder die Unterstützung von Unternehmen seien eher selten.
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Bei einem dreitägigen Kongress professioneller Spendensammler in Fulda war die Krise das beherrschende Thema. Verbands-Vize Thomas Röhr (43), erläutert im Interview die Auswirkungen.
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